Mittwoch, 11. Juni 2008

Tai Chi Karikatur Kampf Vogel Schlange

Eine alte Legende erzählt den Ursprung des Tai Chi Chuan (Schattenboxen). Ein chinesischer Mönch sieht einem Vogel zu, der versucht, eine Schlange zu töten. Die Schlange weicht den Schnabelhieben mit ihren runden Bewegungen immer wieder aus, bis der Vogel erschöpft und entnervt davonfliegt.

Diese alte Legende habe ich bildhaft umgesetzt und zum Logo für diesen Blog gemacht.


Im alten China vor Hunderten Jahren lebten in den mythischen Wudang Bergen Mönche und Einsiedler. Einer von ihnen war Zhang Sanfeng, der heute legendäre Begründer der inneren Kampfkunst Tai Chi Chuan. Zhang Sanfeng (Chang San Feng) entwickelte laut einer Legende seine Kampfkunst nach der Beobachtung eines Kampfes zwischen einem Vogel und einer Schlange.
Das Weiche besiegt das Harte. Dieser Grundsatz der chinesischen Philosophie sollte auch in der eigentlich sehr harten Kampfkunst gelten. Als Vorbild dienten die Bewegungen und die Kampftechniken von Tieren. Den daoistischen Mönch Zhang Sanfeng beeindruckten bei der Beobachtung eines Kampfes zwischen einem Vogel und einer Schlange der für ihn unerwartete Ausgang des Kampfes. Die Schlange wich mir eleganten Bewegungen den Angriffen des Vogels immer wieder aus. Auf Härte reagierte die Schlange mit Weichheit, auf Yang reagierte die Schlange mit Yin. Ohne ihren Gegner zu verletzten hatte die Schlange gesiegt.
So entwickelte Zhang Sanfeng den Stil der weichen Hand, aus dem die Kampfkunst Tai Chi Chuan entstand, in der die natürlichen Bewegungen des Körper genutzt werden, mit wenig eigener Kraft wird die Kraft des Gegners ins Leere geführt und an den Angreifer zurückgegeben. Gegen harte Angriffe wird reagiert mit weichen und fließenden Bewegungen. Viele Bewegungen im Tai Chi sind den Bewegungen von Tieren nachempfunden und werden oft auch danach benannt. Die Bewegungen heißen „der Kranich breitet seine Flügel aus“, „den Affen vertreiben“ oder „das Wildpferd schüttelt die Mähne“. Alle Bewegungen im Tai Chi sollen immer mit dem ganzen Körper ausgeführt werden, so wie die Schlange sich immer nur mit ihrem ganzen Körper bewegt. Bezeichnend für die Kampfkunst Taijiquan ist ihre Friedfertigkeit und ihre enormen positiven Wirkungen auf die Gesundheit, die auf ihre natürlichen Bewegungen und dem gleichzeitigen Trainings des Gehirns zurückgehen. Weshalb bereits Zhang Sanfeng der Ansicht war, die Menschen sollten Tai Chi Chuan wegen der positiven Auswirkungen für die Gesundheit üben und nicht immer nur als Kampfkunst. Heute nun üben viele Menschen Tai Chi, ohne zu wissen, dass es sich um eine Kampfkunst handelt.
Die Tai Chi Legende vom Kampf zwischen dem Vogel und der Schlange hat eine tiefe Bedeutung. Beim Üben von Tai Chi Chuan wird beobachtet. Die Bewegungen von Tieren werden studiert, nachgeahmt und dabei der eigene Körper beobachtet.

Lese-Tipp: Im Buch "Die Kunst zu siegen, ohne zu kämpfen. Geheimnisse und Geschichten über die Kampfkünste." von Pascal Fauliot werden Geschichten von Kampfkunstmeistern aus China und Japan erzählt, wie die von Zhang Sanfeng, dem legendären Begründer der Inneren Kampfkünste, der vom Kampf zwischen einer Schlange und einem Vogel inspiriert wurde. 2003, 160 Seiten. Das Buch bei Amazon: Die Kunst zu siegen, ohne zu kaempfen


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