Samstag, 9. August 2008

Gaehnen fuer mehr Energie

Gähnen für mehr Energie

Gähnen ist eine Soforthilfe gegen Stress, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder einen steifen Hals.
Gähnen ist ein Jungbrunnen für den Körper. Mehr Sauerstoff und Entspannung auf ganz natürlichem Wege. Spannungen werden gelöst. Das Gehirn wird erfrischt. Der frische Sauerstoff kühlt das Gehirn.

Das Gähnen (Englisch = yawn) ist eine der natürlichsten Methoden der Entspannung, für Munterkeit und Konzentration. Das Gähnen ist ein Reflex, der, ausgelöst durch das Unterbewußtsein, dem Körper mehr Energie zufügt. Nach Angaben (Spiegel 29/2001 Seite 93) des Herstellers von Apomorphin, einem Konkurrenzmittel von Viagra, würde durch das Medikament eine Weckreaktion im Gehirn ausgelöst, , „die sich durch Gähnen sowie durch eine Erektion des Penis manifestiert“.
Im Mittelalter hatten die Menschen Angst, beim Gähnen könnte die Seele aus dem Körper entweichen oder Teufel und Dämonen könnten in den Körper eindringen. Aus dieser Zeit stammt die Sitte, beim Gähnen die Hand vor den Mund zu halten.

Das Gähnen als Innere Übung

Das Gähnen ist ein angeborener Reflex. Dieser Reflex kann aber auch kultiviert werden. Dieser Reflex kann durch das Bewußtsein ausgelöst werden.

Zum Auslösen des Gähnens genügt die Vorstellungskraft. Für viele Menschen reicht es aus, sich einen gähnenden Menschen vorstellen oder einen ausgiebig gähnenen Hund oder eine Katze, Löwe, Tiger.

Der Gähnvorgang selbst geschieht dann ganz von allein. Er kann aber ausgedehnt werden auf den ganzen Körper, auf Arme, Beine, Hals usw. Gähnen wie eine Katze, die mit dem Gähnen auch ihren ganzen Körper dehnt.
Für eine natürlich Entspannung muss man das Gähnen nur zulassen, die Arme und den Körper strecken und auch Laute von sich geben.


Im Videoclip wird die Übung zum Energie-Gähnen gezeigt. Das Energie-Gähnen gehört zu den Übungen der Kinesiologie.

Lesetipp: „Energie durch Bewegung: Kinesiologische Übungen für die ganze Familie“ von Kim da Silva und Do-Ri Rydl.
Die Kinesiologie beschäftigt sich mit Bewegungsübungen. Bestimmten Beschwerden und Krankheiten werden Muskelgruppen zugeordnet. Die Kinesiologie Übungen gehören in den Bereich der alternativen Medizin.


Drei Mal Gähnen zum Selbstversuch

Wer das Gähnen an sich selbst studieren möchten, der kann dies mit folgenden drei Übungen (Provine / Roberts) tun.

* Gähnen mit zugehaltener Nase: Das Gähnen ohne Atmung durch die Nase. Es ist möglich.

* Gähnen mit zusammengebissenen Zähnen: Die Zähne sollen fest aufeinander liegen. Geatmet wird durch die Lippen, die geöffnet werden. Hier wird das Gähnen unterbrochen. Die Befriedigung tritt nicht ein, welche das Gähnen normalerweise begleitet, wenn die Kiefer-Muskulatur nicht die gewohnte Dehnung im Körper ausdehnt.

* Gähnen nur durch die Nase: Ein richtiges Gähnen ist nicht möglich. Der Kiefer kann sich nicht dehnen, oder nur ganz wenig.

Was ist Gähnen eigentlich?

Durch eine Reizung des Gehirns wird spontan das Gähnen ausgelöst. Die Reizung kann ausgelöst werden durch hohe Konzentration und Müdigkeit, zur Aufrechterhaltung der Konzentration – und durch eine hohe Umgebungstemperatur. Die Ursache Sauerstoffmangel wird von Wissenschaftlern inzwischen verworfen.
Das Gähnen ist eine unbewußte spezielle Atemtechnik und eine Dehnung der Kiefermuskulatur und der ganzen Kopfmuskulatur. Gähnen fördert die Durchblutung und den Wärmeaustausch im Gehirn. Die Muskulatur von Gesicht, Kopf und Nacken wird entspannt – wenn man das Gähnen zuläßt, dann können praktisch alle Muskeln dabei entspannt werden. Der Herzschlag beschleunigt sich. Die Augen werden massiert. Es entsteht ein Druck auf die Tränendrüsen. Der Tränenfluss wird angeregt. Der Kiefer wird entspannt. Durch das Strecken werden Sehnen und Gelenkt gedehnt. Es vollzieht sich ein Druckausgleich zwischen Mittelohr und Außenwelt. Die Stimme wird verbessert. Das Gähnen hinterläßt ein Gefühl der Befriedigung. Energie strömt durch den ganzen Körper.

Ein Auslöser für das Gähnen ist der Anblick eines anderen gähnenden Menschen. Dann kann das Gähnen kaum noch unterdrückt werden. Besonders sind mitfühlende Menschen zum Mitgähnen veranlagt. Wissenschaftler sprechen vom Chamäleon Effekt, wenn mitfühlende Menschen unbewußt ihr Gegenüber imitieren.

Gähnen ist ein Ritual der Körpers vor dem Schlafen und eine Aufwachübung. Gähnen ist der natürliche Begleiter für den Abend und den Morgen.

Regelmäßiges Gähnen beugt dem Zähneknirschen in der Nacht vor. Es hilft bei chronisch trockenen Augen.

* Noch eine Lesetipp für alle, die Italienisch können. Zwei italienische Psychiater, Gianluca Ficca und Piero Salzarulo, haben über das Gähnen ein ganzes Buch geschrieben.: Lo sbadiglio dello struzzo (Das Gähnen des Straußen), Verlag Bollati Boringhieri, 89 Seiten, 15,00 Euro. Warum und wie gähnt der Papagei, die Schildkröte, das Krokodil, die Schlange der Pavian.

1 Kommentar:

Herr Yang hat gesagt…

Gähn! Gäääääääääääähn!

Nein, im Ernst, ich mag auch deine etwas "abseitigeren" Ausflüge. Sind oft sehr interessant, weil man ja sowas bei "richtigen" Taijilern kaum mitbekommt. Danke.



Muskeln brauchen Training; aber welches? – Bücherliste: Auch beim Muskeltraining ist es nicht gut, einfach so drauflos zu trainieren. Die Übungen sollten gut aufeinander abgestimmt sein. Oft ist weniger auch mehr.: 7 Methoden, meine Muskeln zu trainieren - Bücherliste


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