Montag, 11. August 2008

Handdiagnose

Die Handdiagnose ist eine der ältesten Diagnosearten der Welt. Die Hände galten als Spiegel von Körper und Seele. Der Arzt konnte mit der Handdiagnose die Ursachen für Beschwerden erkennen. In China entstand die Chirologie (Handlesekunst) vor über fünftausend Jahren. Von dort verbreitete die Handanalyse nach Indien aus. Im mittleren Osten wird heute noch die das Lesen aus der Hand als Wissenschaft gelehrt.
Im alten Griechenland wurde die Handdiagnose genannt: Chirosophie. Bekannt für ihre Handdiagnose waren auch Mediziner wie Hippokrates von Kos (ca. 460–370 v. Chr.), Galenos (ca. 129–216 n. Chr.) oder Aristoteles (384–322 v. Chr.).

DVD Tipp: Handdiagnostik. Wie kann man mit der Handdiagnostik Beschwerden und Ursachen erkennen.:


Die katholische Kirche belegte die Chirologie im Jahr 315 mit einem Bann und bedrohte jeden mit Exkommunion, der diesen heidnischen Brauch betrieb.
In der Renaissance kam die Handdiagnose zu neuem Ansehen. Paracelsus (1493–1541) setzte sich für sie ein.


Im Videoclip ist eine Art Handdiagnose in der Physiotherapie zu sehen. Mit einem Seitenvergleich der Handhaltungen werden die Ursachen für Schmerzen gesucht.

Die moderne Medizin kam in Kontakt mit der Handanalyse durch die Erkenntnis, dass sich einige Krankheiten an den Nägeln ablesen lassen.
Die medizinische Handdiagnose steht für sich. Sie darf nicht verwechselt werden mit der Handanalyse, bei der die Zukunft vorhergesagt werden soll. Die Handdiagnose beschäftigt sich mit der Gegenwart, mit dem gegenwärtigen Zustand des Patienten.

Lesetipp: Buch Präzise Hände: schmerzfrei und beweglich. Spiraldynamik von Kopf bis Fuß. Üben für die Hände, auch bei Beschwerden wie Arthrose, Arthritis. Die Hände neu entdecken.


Handdiagnose in der Naturheilkunde
Eine wichtige Rolle spielt die Handdiagnose in der Naturheilpraxis. Hier werden die Nägel untersucht nach Farbe, Rillen, Streifen, Flecken und Konsistenz. Auffälligkeiten der Finger und der Haut werden untersucht.
Die Hände werden für die Diagnose untersucht durch eine Betrachtung und durch betasten.
Für eine Diagnose genügt ein einziges Merkmal nicht. Nur eine Summe von Veränderungen ist aussagekräftig. Auf die Diagnose folgt die Therapie. Die so genannte Osteopathie wird durchgeführt vom Osteopath und führt die Therapie mit den Händen und auch an den Händen durch.
Eine Änderung der Lebensgewohnheiten kann auch die Anzeichen auf den Händen wieder verschwinden lassen.

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