Donnerstag, 5. März 2009

Yin und Yang Baum Ginkgo

Der Ginkgo ist ein Mythos, ein biologisches Relikt und ein Heilmittel. Der Ginkgo ist die wahrscheinlich älteste Baumart auf der Erde. Der Ginkgo ist ein lebendes Fossil, er soll schon vor dreihundert Millionen Jahren existiert haben. Er hat also die Saurier kommen und gehen „sehen“. Die Eiszeit vertrieb ihn aus Europa. In Asien ist er ein Kultbaum. Seine geteilten Blätter gelten als Sinnbild für Yin und Yang. Auch gibt es die Geschichte vom Gingkobaum in Hiroshima, der bei der Atombombenexplosion 1945 in Flammen stand aber als Symbol der Hoffnung noch im selben Jahr wieder austrieb. Der Ginkgobaum kennt weibliche und männliche Bäume. In Asien werden weibliche und männliche Ginkgobäume nebeneinander gepflanzt, damit sich sich gegenseitig befruchten können. Heute ist der Ginkgo auch in Europa ein beliebter Baum für Gärten und Parks.
Der Ginkgobaum wird gerne als Stadtbaum gepflanzt, weil er anspruchslos ist und widerstandsfähig gegen Schädlinge und Autoabgase. Ginkgoblätter wurden in China zwischen Buchseiten gelegt, um Schädlinge vom Buch fernzuhalten. Seine Widerstandsfähigkeit ist auch der Grund für seine Langlebigkeit. In vielen Kulturen ist der Ginkgobaum ein Symbol für langes Leben, Fruchtbarkeit und Hoffnung. Das Kuratorium Baum des Jahres hat den Ginkgo biloba erklärt zum: Baum des Jahrtausends.


Der Videoclip zeigt einen Bericht über den Ginkgobaum: Ginkgo - Baum der Liebenden.

Gingko in der Medizin
Ginkgoblätter sind ein Bestandteil der traditionellen Medizin in Asien. Sie sollen bei vielen Krankheiten helfen wie Leiden von Haut, Lunge oder Magen. Heute werden Ginkgoextrakte vor allem für die Verbesserung der Gehirnleistung eingenommen – obwohl die tatsächliche Wirkung umstritten ist.

In Deutschland wurde der Baum bekannt durch ein Gedicht von Goethe, weshalb er auch manchmal Goethe-Baum genannt wird:

Ginkgo Biloba

Dieses Baumes Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Daß man sie als eines kennt?

Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht an meinen Liedern,
Daß ich eins und doppelt bin ?

* Lesetipp: Das Buch „Ginkgo: Der Baum des Lebens“ von Walter E Müller und Ernst Pöppel: Ansicht bei Amazon

* Linktipp: Ginkgo beim freien Lexikon Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ginkgo

* Linktipp: Das Ginkgo Museum in Weimar.: www.planet-weimar.de

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