Samstag, 3. Juli 2010

Chi / Qi / Energie – kritischer Vortrag

Der Text Chi – Wunderkräfte oder Kung-Fu-Humbug? auf blog.gwup.net von Stefan Kirsch enthält die Zusammenfassung eines Vortrages vom Physiker und Kampfsportler Dr. Holm Hümmler über Mythen und Fakten zu „den mysteriösen Chi-Kräften“ auf der 20. Skeptiker-Konferenz der GWUP.
Zunächst wird darauf eingegangen, was das Chi eigentlich der Tradition und der heutigen Vorstellung nach ist (von Gesundheit bis Unverwundbarkeit). Dann wird das Phänomen Chi in den Kampfkünsten in vier Kategorien unterteilt:
* Kontakt Chi: dazu gehören Anwendungen wie der unbiegsame Arm oder der unverrückbare Stand, die physikalisch erklärbar aber deswegen noch nicht einfach erlernbar sind.
* Fern Chi: was hier bezeichnet wird als „Telekinese-ähnliche Zaubertricks“
* Kettenhemd Chi: ist die Unverwundbarkeit, die in Shaolin-Shows zu sehen ist und die hier eingeordnet wird als Bühnentricks
* Dim-Mak, die tödliche Berührung: beim Dim-Mak soll der Gegner durch das Schlagen auf Energiepunkte besiegt werden, wobei kritisch angemerkt wird, daß das empfohlene Schlagen auf Genitalien, Halsschlagader oder Wirbelsäule zwar erfolgreich sein kann aber nichts zu tun hat mit Energiepunkten

Überraschend ist dann doch, daß dieser kritische Vortrag über das Phänomen Chi mit der Aufforderung endet, sich „auf das geistige Abenteuer Chi einzulassen“. Da viele Übungen der chinesischen Kampfkünste auf dem Konzept des Chi aufbauen, sollte man die Übungen auch so praktizieren. Wenn das Chi schon nicht physikalisch existiert, psychologisch ist seine Wirkung unbestritten.

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